Das Güllefass oder wie man Diesel nicht klaut

14 Sep 2009

Es gibt ein paar Geschichten, die ich immer gerne über meine Heimat erzähle. Diese gehört zu den absoluten Lieblingen und jeder in meinem näheren Umkreis hat die bestimmt schon mindestens einmal gehört.

Es war einmal ein Bauer, der dachte sich: "Hei, mit meinem Güllefass kann ich bestimmt auch andere Sachen machen, außer Gülle damit zu transportieren". Er überlegte und überlegte, aber Ihm fiel nicht so recht ein, was er machen könnte. Bis er eines Tages an einer einsamen Tankstelle vorbei fuhr. Das wäre doch der ideale Cou. Also Nachts das Güllefass hinter den Trecker gehängt und ab zur Tankstelle.

Nachdem 10.000 Liter Diesel in das Fass gepumpt worden waren, fuhr der schlaue kleine Bauer Richtung Heimat. Dumm nur, das er nicht damit gerechnet hat, das die Dichtungen seines Fasses nicht für Diesel gedacht waren. Er zog eine schöne Diesel-Spur hinter sich her. Auf der Hälfte der Strecke fiel ihm diese Spur auch auf. "So'n schiet!", dachte der Bauer, "Ja, was mach ich nu? So kann ich ja nich nach Hus. Der Diesel zeigt der Polente ja den Weech !".

Die Lösung war einfach: da wo er war, fuhr er rückwärts in den Wald und lies einfach 1.000 Liter der wertvollen Fracht mitten ins Naturschutzgebiet 8O . Die restlichen Liter wurden eifrig in ein neues Gülllefass gepumpt.

Natürlich wurde der gute Mensch recht schnell gefasst. Die Dieselrückstände in seinem Güllefass konnte er nicht so einfach erklären und wurde zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Die Moral von der Geschicht' : Wenn du etwas flüssiges irgendwo rein füllst, kontrolliere erst, ob die Dichtungen des Gefäßes auch diese Flüssigkeit vertragen.

Du glaubst das alles nicht? Zum Glück kann ich das ganze mit Zeitungsausschnitten belegen smile .